„Körperkontakt, aber auch Bewegtwerden, beides oft miteinander verbunden, sind intensive Sinneswahrnehmungen, die einem Säugling die Gegenwart der Eltern signalisieren, ihm zeigen, dass er nicht allein und verlassen ist.“
(Kirkilionis, Evelin (1999). Ein Baby will getragen sein (S. 19). München: Kösel.)


Was Kirkilionis in ihrem Klassiker zum Thema Babytragen so treffend beschreibt, ist das, was viele Eltern im Alltag erleben. Das Tragen des Kindes stärkt die Eltern-Kind-Bindung und gibt dem Kind das Vertrauen, dass es auf dieser Welt nicht alleine ist.

Das Bedürfnis nach Nähe und Zuwendung ist ein Grundbedürfnis eines jeden Menschen. Insbesondere ein hilfloser Säugling ist auf die Befriedigung dieses Grundbedürfnisses angewiesen. Menschenkinder gehören zur biologischen Gattung der Traglinge, das Tragen des Kindes ist somit ganz natürlich.

Getragene Kinder können ihr Urvertrauen entwickeln und stärken, sie wissen, dass ihre Bezugsperson da ist, wenn sie sie brauchen, und können sich so im Laufe der Monate und Jahre neugierig ihrer Umwelt zuwenden.