Da es momentan am Markt eine sehr große Bandbreite an Tragehilfen gibt, kann man das Tragen des Kindes per se nicht als „gut“ oder „schlecht“ für die Physiologie des Kindes bezeichnen.

Um eine Tragehilfe zu wählen, die positiven Einfluss auf die physiologische Entwicklung des Kindes nimmt, gibt es verschiedene Aspekte zu berücksichtigen:

Eine korrekte Anhock-Spreiz-Haltung der Beine (Knie bis auf Bauchnabelhöhe angehockt und Beinchen leicht abgespreizt) kann die Hüftentwicklung unterstützen.

Die beim Säugling natürliche Rundung des Rückens sollte in der Tragehilfe gewährleistet sein. Eine gute Stützung des Rückens ist für die noch unreifen Bandscheiben essentiell.

Neben diesen Aspekten, die sich auf den Bewegungsapparat beziehen, fördert das Getragenwerden die Gehirnentwicklung, wie z. B. die Entwicklung des Gleichgewichtssinnes. Durch die unterschiedlichen Eindrücke, die ein getragenes Kind – im sicheren Hafen der körperlichen Nähe der Bezugsperson – aufnimmt, werden im Gehirn außerdem Synapsen gebildet, die wesentlich zum zunehmenden Verständnis der Welt beitragen.

Zu guter Letzt soll nicht unerwähnt bleiben, dass die Körperwärme beim Tragen positiven Einfluss auf das Verdauungssystem des Kindes nimmt.